Im Themenbereich der Erzeugung von Avataren wird ein hoher Identifizierungsgrad des Kunden mit seinem virtuellen Gegenüber angestrebt - der Kunde soll sich in seinem Avatar wiedererkennen. Hierfür wird eine vielschichtige Individualisierbarkeit der virtuellen Charaktere hinsichtlich der geometrischen Eigenschaften und des optischen Erscheinungsbildes angestrebt. Konkret erzeugt das entwickelte System erstmals Avatare mit sämtlichen folgenden Eigenschaften, voll- oder zum Teil vorerst noch halbautomatisch:
- für physikbasierte Simulationen geeignete, exakte Abbildung der menschlichen Anatomie,
- beliebige Variation von Körpermaßen und Körperformen,
- individuelle Gesichtsform und -textur und Frisur,
- detaillierte Farbgebung, z.B. Haut-, Haar-, Augenfarbe,
- stilisierte oder photorealistische Anmutung.
Für Endanwender soll die Erzeugung dabei einfach und schnell erfolgen und nur eine möglichst geringe Menge an Eingabedaten erfordern. Diese können mit geringem Aufwand - je nach verfügbareren Möglichkeiten und Vorlieben manuell, halb- oder vollautomatisch - bereitgestellt werden. Dabei kann es sich z.B. um selbst aufgenommene Photos, selbst ermittelte Körpermaße, Bodyscans oder das Auswählen von Konfigurationsoptionen oder Standardgrößen handeln. Durch generische Grundmodelle und Rückgriff auf statistische Daten werden diese Eingabedaten verifiziert und nicht abgedeckte Details interpoliert.
Durch die Verwendung und Einhaltung von bekannten Standards und Richtlinien wird sichergestellt, dass die erzeugten Avatare zukünftig, über das Projekt hinaus, auch flexibel in anderen Anwendungen, wie z.B. 3D-Chats, Virtuellen Konferenzen auf Basis von Avataren, Virtuellen Welten oder 3D-Spielen eingesetzt werden können.

